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Mother is the most beautiful word

Nachdem Deutschland mit »Habseligkeiten« sein schönstes Wort gekürt hat (siehe Eintrag vom 25.10.04), hat nun auch Großbritannien seine Wahl getroffen. The British Council, vergleichbar mit dem Goethe-Institut, veranstaltete ebenfalls einen globalen Wettbewerb, um das schönste Wort – der englischen – Sprache zu finden. 40.000 Menschen aus 102 Ländern beteiligten sich, gewonnen hat »Mother«. Platz zwei belegte »Passion«, gefolgt von »Smile«, »Love« und »Eternity«. Richtig schön scheint es erst auf Platz 48 mit »Peekaboo« zu werden, zumindest ist dieses dann nach »Fantastic«, »Destiny«, »Freedom«, »Liberty« und »Tranquilitydas«, den restlichen fünf der Top-Ten-Liste, das nächste Wort, das in einem Artikel auf der BBC-Webseite genannt wird.

November 25, 2004, Comments (0)

 

Gemalte Wörter kaufen

Google startete nun auch in Deutschland mit Froogle, einem Suchservice für Produkte, die online gekauft werden können. Händler dürfen die von ihnen vertriebenen Produkte mit Beschreibungen kostenfrei in eine Google-Datenbank einstellen. In den Ergebnislisten kann Google wieder seitlich Adwords-Anzeigen einblenden. Die Erweiterung der Suchangebote heisst also auch Optimierung des Anzeigenkontextes, um bei wesentlich geringerem Streuverlust eine höhere Klickrate zu erzeugen.

Im Gegensatz zu seiner Standard-Suchmaschine bietet Google hier auch eine Art Livesuche-Anzeige. Unter der Zeile »Andere Nutzer haben vor kurzem nach den folgenden Produkten gesucht:« finden sich so schöne Sachen wie »Linkshänder-Gitarre, Regen bekleidung, Computer Rucksack, Piratenhut, Laminiergerät, Flanellbettwäsche, Löffelablage, Pulsmesser«. Wahrscheinlich werde ich am Wochenende stundenlang vor dem Rechner sitzen und mir in fortlaufenden Browser-Refreshs all die schönen Substantive der Warenwelt anschauen.

Doch schon jetzt wollte ich wissen, gibt es auch Wörter online zu kaufen? Ich startete eine »Wörter«-Suche bei Froogle und erhielt sofort fünfeinhalb Seiten mit Ergebnissen, vorwiegend für Bücher und (Lern)Spiele. Bei letzteren gab es entzückende Kurzbeschreibungen, »Wie heißen die Tiere mit Vornamen?«, »Die Spieler versuchen möglichst schnell 10 Wörter aus 4 oder mehr Buchstaben zu bilden«, »Bei der Silben-Rallye können Ihre kleinen Rennfahrer ihren Wortschatz spielerisch erweitern«, »An welchen Platz muss das "H"?«, »Wer weiß, wie die Buchstaben aussehen?«, »Mit den Magnetbuchstaben ist es spannend neue Wörter zu lernen, denn diese lassen sich z.B. auch an der Kühlschranktür befestigen.« Sogar eine etymologische Auskunft zu einem Produktnamen kam zu Tage, »Limpuro, 50 ml € 3,00, ... Die Bezeichnung LIMPURO steht für "säubert rein" und entstand aus der Kombination der spanischen Wörter Limpia (säubern) und Puro (rein - makellos). ...«

Auf Seite eins der Froogle-Liste zum Suchbegriff »Wörter« versammelten sich so schöne Buchtitel wie Schlechte Wörter, Kleines Lexikon untergegangener Wörter gleich um die Beispiele »Docke« für Puppe, »Quarre« für Schreihals oder »Tollhaus« für Heilanstalt ergänzt oder aber ein Kleines Lexikon deutscher Wörter arabischer Herkunft, in dem der Autor Nabil Osman, der übrigens auch Herausgeber des zuvor genannten Buches ist, »rund 500 deutsche Wörter arabischer Herkunft« zusammengestellt hat. Klingt wirklich interessant. Auch Seite zwei hatte schöne Ergebnisse. Neben Die Herrin der Wörter von Peter Dempf, ein Kinderbuch, in dem »Nebelzwerge« die Wörter vor einem »wörterverschlingenden Nichts« beschützen sollen, gab es ein Angebot, das besonderes Interesse bei mir weckte: Gemalte Wörter. Sofort klickte ich auf den Link, der zur Webseite des Anbieters führte. Doch die dort vorzufindende Information war enttäuschend: »Sehr geehrter Kunde! Dieses Produkt ist leider nicht mehr lieferbar. Bitte nutzen Sie unsere Globalsuche, um ein ähnliches Produkt zu finden.«

Meine Neugierde war groß und ich verstand, dass in diesem Fall »Globalsuche« nur Suche bei einem sehr großen Buchhändler bedeuten konnte, also gab ich den vielversprechenden Titel bei Amazon.de ins Suchfeld ein. Fünf mal wurde mir das gleiche Buch angezeigt und sonst kein anderes, so dass es wohl dieses sein musste, welches der andere Händler nicht mehr liefern konnte, Gemalte Wörter. 214 chinesische Schriftzeichen - Vom Bild zum Begriff von Edoardo Fazzi. Seit den 80er Jahren, als ich zeitweise Japanologie studierte, habe ich bereits ein ausführliches Radikal-Lexikon. »Radikale« werden die 214 Grundzeichen der chinesischen Bilderschrift genannt. Aus diesen setzen sich dann alle anderen Bildschriftzeichen zusammen, sowohl in China als auch in Japan, das neben seinen zwei eigenen Silbensystemen die chinesischen Bildzeichen seit dem 5. Jahrhundert verwendet.

Die »gemalten Wörter« waren für mich nun doch nicht mehr so interessant, was nichts über die Qualität des Buchs sagt (auch bei Wikipedia gibt es einen Verweis darauf). In seiner bekannten Penetranz schlug mir Amazon gleich noch ein zweites Buch mit langem Titel und Untertitel zur asiatischen Kalligraphie vor: Nicht überall schreibt man mit ABC. Die Bedeutung chinesischer und japanischer Schriftzeichen. Für Asienfreunde. Für China-/Japan-Reisende. Mit Schriftzeichenvorlagen für Designs & Tattoos. Das aber brauchte ich wirklich nicht, Vorlagen, um mir welche Stelle am Körper auch immer mit sino-japanischen Zeichen vollschreiben zu lassen.

Unter den ergänzenden Rezensionen einzelner Kunden des Online-Buchhändlers fand sich neben so überzeugenden Sätzen wie »Jetzt verstehe ich die chinesische Schrift wirklich!« und einem einschränkenden Hinweis darauf, was der Autor »verabsäumte«, die amüsante Kritik einer sabineprivat aus Dresden: »Ich finde das Buch war eine GELDVERSCHWENDUNG! Ich habe in diesem Buch Wörter wie: Liebe, Freundschaft, Glück, Gesundheit... erwartet und gesucht. Solche Dinge eben die man im Leben anderen Menschen einmal wünschen könnte.. und zum Beispiel in Glückwunschkarten, auf Briefen mit einbinden könnte.. Was will ich denn mit Wörtern wie: Dreifuß, Haken, knüpfen, Ohr, Zähne... ??!«

November 24, 2004, Comments (0)

 

My Daughter's Gallery

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My daughter--who turned five last month--loves the words, too. She sometimes joined me when I mounted The Word Company’s word works in galleries, or she watched me building models of exhibition spaces in the studio. Some days ago she build her own model of a gallery with word paintings at the walls.

November 22, 2004, Comments (0)

 

Ich habe ein Problem, ich trinke nur Limonade

Ich fand ja schon Morgan Spurlocks Selbstdokumentation Super Size Me doof (den Film habe ich mir nicht angeschaut, das Konzept und ein paar Fotos reichen hier aus). Klar, wenn man regelmäßig zu viel isst und keine Vielfalt hat, wird man fett und einfältig. Nun schickte mir ein Freund aus Amerika den Link zu einer Webseite, auf der jemand erneut mit aussergewöhnlicher Nahrungsaufnahme vor allem wohl sich selbst zeigen will. Beim Pepsi Spice Project will der Betreiber der Webseite nur noch Pepsi Spice trinken, eine Weihnachtslimonade, der Zimt und Ingwer beigegeben ist. Zugegeben, Pepsis regelmäßiges Saisonangebot wendet clevere Tricks des modernen Marketings an (Limited Offer, Anbindung ans Familienfest), um in Kundenmünder zu gelangen und die Gewürzbeigaben passen nach meinem Geschmack besser zum Glühwein oder Tee als zu einer Cola. Sich nun aber der völlig einseitigen Ernährung auf Kosten einer Firma hingeben zu wollen und nur noch Limo zu trinken, das grenzt schon an vorsätzlichen Schwachsinn. Man könnte als erwachsener Mensch auch vier Wochen lang nur Milch trinken, und wäre dann wohl genauso mit den Kräften am Ende und könnte versucht sein, die Milchindustrie verklagen zu wollen, weil auf den Packungen nicht stand, dass Milch als einziges Getränk nicht ausreichend ist und ausserdem in solchen Mengen eingenommen dem Körper zu viel Fett zugeführt wird.

Dass der Darm bei Süßstoff in hoher Dosis eingenommen durcheinander geraten kann, ist auch ohne Berichterstattung über vollgeschissene Unterhosen auf der Webseite eines selbstgefälligen Tagebuchschreibers aus der Modewelt bekannt. Für Aufmerksamkeitsprojekte empfehlen sich auch noch andere Nahrunsaufnahmekonzepte: Wie wäre es mit »Die Frau, die nur Schlangeneier zum Frühstück isst.« Oder: »Ich trinke nur Weihwasser aus der Kirche!« RTL-Dschungelkönigin Désirée Nick schaffte es schließlich mit Känguru-Hoden ins internationale »Kochbuch des Absurden«.

November 21, 2004, Comments (0)

 

Apfel-Geschichten

Für die wahren Liebhaber der in Cupertino, USA entwickelten Computer gibt es eine deutsche Fanseite, die verspricht, alle je gebauten Apple Rechner mit technischen Daten und Detailinformationen zu versammeln, Cupertino.de: Alle Apple Modelle von 1976 bis heute. Auch die größten Fehlschläge von Apple und eine Übersicht der Codenamen, die von Apple verwendet wurden, sind dort zusammengestellt. Z.B. geht die Bezeichnung des legendären Macintosh Vorläufers Lisa, über dessen Misserfolg auch heute noch manchmal spekuliert wird, profan auf den Namen von Steve Jobs’ Tochter Lisa Nicole zurück.

Vor einem Monat etwa gab Steve Jobs, Firmenmitbegründer und wieder zurückgekehrter Chef, Businessweek ein Interview, in dem er Apples Krise in den 90ern damit erklärt, dass zu dieser Zeit im Unternehmen vergessen wurde, produktorientiert zu denken.

Wer noch mehr Apple haben möchte kann sich viele bunte Icons aus dem Netz laden. widget : widget haben in ihrem Magnus Opus alle Apple Produkte erstaunlich präzise nachgezeichnet. Die Grafiken können wie üblich beim Mac über das Infofenster kopiert und dann für Programme, Dokumente oder Laufwerke als neues Icon eingesetzt werden.

Tägliche Infos darüber, was Neues von und für Apple zu kaufen ist, gibt es bei MacTechNews.de.

November 19, 2004, Comments (0)

 

Irrläufer

Hier ist eine andere lustige E-Mail, die mich neulich - warum auch immer - erreichte:

Hallo Horst,

in meinen Schreiben vom 30.10.04 muss es natürlich Wärmeversorgung heißen ...

Viele Grüße
A. B.

November 18, 2004, Comments (0)

 

»Brauchen wir Bilder, um zu weinen?«

Studenten der Hochschule Mittweida aus dem Fachbereich Medien haben unter Anleitung von Prof. Horst Müller die Medienberichterstattung über Abu Ghraib dokumentiert. Erst als Bilder von der Misshandlung irakischer Gefangener Ende April 2004 in die Öffentlichkeit kamen setzte demnach die internationale Berichterstattung über das Foltern ein. Müllers Einleitungstext zum Buch Folter frei, das die Ergebnisse der Studie zusammenfasst, hat Telepolis unter dem zur Frage umformulierten Schlusssatz »Vermutlich brauchen wir Bilder, um zu weinen« veröffentlicht.

Zusätzlich zum Buch gibt es unter http://www.folterfrei.de/ eine Projektseite.

November 17, 2004, Comments (0)

 

Deutsche Sprachdiskussion

Gegen die »Sprachreiniger«, die von der Reinheit der deutschen Sprache träumen und Wörter wie »Jahrhundertverbrechen« benutzen, wenn die Sprache sich wandelt, hat Marcus Hammerschmitt bei Telepolis Anfang Oktober geschrieben. Rhethorisch fragt er nach: »Untergang der deutschen Sprache?« und antwortet gleich selbst mit dem schönen Wort »Pillepalle«.

Politik Digital hat eine kleine Linksammlung zur Rechtschreibreform zusammengestellt.

Das Institut für Deutsche Sprache (IDS) bietet online eine Übersicht zur neuen deutschen Rechtschreibung.

Nachtrag (24.11.): Der Spiegel hat in der Ausgabe 48/2004 ein Interview mit Doris Ahnen, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, »über den Widerstand in der Bevölkerung gegen die reformierte Rechtschreibung, über die Fehler des Regelwerks und die Hoffnung, den orthografischen Frieden wiederherzustellen«.

November 16, 2004, Comments (0)

 

Wo kommen eigentlich die Firmennamen her

Ein wirklich schönes Buch zur Etymologie von Firmennamen ist »Von Ajax bis Xerox - Ein Lexikon der Produktnamen« von Andreas Lötscher (2. Auflage 1992). Vielleicht war das edel aufgemachte Buch zu teuer, was es dann irgendwann ziemlich günstig als Neuware im »modernen Antiquariat« landen ließ. Vielleicht aber interessierte das Buch Anfang der neunziger Jahre auch einfach nicht so sehr. Ausführlich wurde darin zu mehreren hundert Marken die Herkunftsgeschichte beschrieben.

Wer das Buch seinerzeit nicht gekauft hat, kann mittlerweile online zu ziemlich vielen großen Markennamen eine kleine Herkunftsgeschichte finden. Der Spiegel hat auf seiner Webseite eine solche unter dem Titel von ABN Amro bis Zimbo zusammengestellt. Auch Wikipedia bietet eine englischsprachige und eine deutschsprachige Übersicht zur Geschichte von bekannten Markennamen.

November 11, 2004, Comments (0)

 

Ideas...

All ideas are true
--Douglas Coupland

November 09, 2004, Comments (0)

 

AOL Passwords

When I find an AOL promotion CD-ROM in a shop or attached to a magazine I usually add the password to a list on The Word Company's web site*. Last week I got this really nice one here:

aol_password.jpg

I wonder if AOL just combines every lexeme of an english standard dictionary (except f-words, etc.) with another one to create their passwords, or if they also make sure that some combinations are not possible (or vice versa resp.).

Are there people around who collect AOL original CD-ROMs on which especially beautiful word combinations have been printed as a password? If yes, send links to your collection. If not, send your CD-ROMs to »No more AOL CDs«.

*) I moved the list to this entry

Continue reading »AOL Passwords«

 

November 08, 2004, Comments (0)

 

Müller, Meier, Firefox

noiespokenhere.gif

Nach dem großen Erfolg mit der Firefox-Anzeige in der New York Times (siehe Eintrag vom 20.10.04) und der hohen Aufmerksamkeit, die dadurch für das OpenSource-Projekt entstanden ist, soll es nun auch eine Sponsoren-Anzeige für den Alternativ-Browser in einer überregionalen deutschen Tageszeitung geben. Die Spender kommen mit ihrer Spende ab 30,- Euro (Studenten 10,-, Familien 45,- ...) nicht nur wieder mit dem eigenen Namen in die Zeitung rein, sondern können auch noch mitwählen, welche der drei Tageszeitungen es denn sein soll, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung oder Die Welt. (Ob da wohl auch Mitarbeiter der Zeitungen mitspenden, damit der Spendentopf am Ende ans eigene Haus geht?) Mehr unter Firefox kommt ... ab in die Zeitung - helfen Sie mit!.

Das NO-IE-Logo stammt übrigens von blogsnow.com.

November 05, 2004, Comments (0)

 

Oil Transport in Alaska

While doing research for a new exhibition project I visited the web site of The Trans Alaska Pipeline System (TAPS) which is operated by Alyeska. It was not important for my project, but it's interesting to see how the pipeline is build on sliders to protect it from damages by earthquakes.

November 04, 2004, Comments (0)

 

Think Football

Sleep Football / Think Football / Eat Burgers

Before the football game starts...
Arsenal Stadium, Highbury/London

November 03, 2004, Comments (0)

 

My neighbour has a catalogue

From time to time some strange mails pop up in my e-mail account--like this one here which came via the e-mail form on The Word Company's web site.

»Hi there, I was given your email address from sunrise wholesale i am looking for information on how to receive catalogues and merchandise in canadian funds, shipped to canada. My neighbour has the "World of Products" catalogue and I have ordered from her but would like to get into it myself. Can you help me?«

November 01, 2004, Comments (0)