« January 2005 | main | March 2005 »

 

Suchwerkzeug

Ein kleines schönes Suchwerkzeug für Apple Computer unter OS X kann bei Ranchero Software als kostenloses Programm herunter geladen werden: Huevos.

Ein simples Programmfenster mit einem Eingabefeld für die Suchanfrage und ein PopUp-Menü zur Auswahl der Quelle, bei der gesucht werden soll, das ist alles. Das Programmchen übergibt dann den Suchtext an den Standardbrowser, der die vorausgewählte Suchseite öffnet und schon erscheinen die Suchergebnisse.

Über einen Tastaturbefehl lässt sich das Programm jederzeit in den Vordergrund bringen. Die Liste der Suchquellen kann angepasst und erweitert werden, man muss nur einmal eine Anfrage bei der entsprechenden Site gestellt haben, um die Syntax für Suchanfragen kopieren zu können. Auch den einzelnen Vorgaben können Tastaturkürzel zugeordnet werden. Nur Sonderzeichen wie Umlaute sind leider nicht in der Suchanfrage enthalten, die an den Browser übergeben wird.

February 28, 2005

 

Waldstadion Ade!

Auch Frankfurt hat jetzt das Recht zur Namensgebung für sein Fussball-Stadium verkauft: Statt dem schönen und überall bekannten Namen Waldstadion wird es ab Sommer 2005 den Namen Commerzbank-Arena tragen. Zehn Jahre läuft der Vertrag, dann kann über das Namensgebungsrecht neu verhandelt werden. Ein zweistelliger Millionenbetrag soll geflossen sein.

Den Auftakt machten die Hamburger, die schon 2001 ihr Stadion in AOL-Arena umbenannten, die Hannoveraner ziehen in die AWD-Arena, die Münchner in die Allianz-Arena und die Kölner gehen ins Rhein-Energy-Stadion (bei dem zumindest der Begriff Stadion noch erhalten geblieben ist).

Die Fifa bestand immerhin darauf, dass die Stadien mit dem Namen eines Werbesponsors während der Fussballweltmeisterschaft Deutschland 2006 in Fifa-WM-Stadion umbenannt werden müssen.

February 25, 2005

 

Fünfzig Mal Kunst

Kunstgebilde
Kunstbau
Kunstwesen
Kunstwerkstätte
Kunsthaus
Kunstmaschine
Kunstarbeiter
Kunstverfassung
Kunstleder
kunstschänderisch
Kunstbüchse
Kunstauge
Künste
Kunstfuge
Kunstverkehr
Kunststürmerei
Kunstgattung
Kunstring
Kunstrest
Kunstpinsel
Kunstphilosophie
Kunstfieber
Kunststückmacher
Kunstdogma
Kunstgedicht
kunstrichterlich
Kunstverächter
Kunststolz
Kunstmäszigkeit
Kunstneider
kunstfähig
Kunstauslegung
Kunsttreue
Kunstofen
Kunstbasis
Kunstfigur
Kunstseele
Kunstwinkel
Kunstfreude
Kunstwörterei
Kunstthier
Kunstkenntnis
Kunstmessung
Kunstmeinung
Kunstsack
Kunsterfahrung
Kunstbegleiter
kunstlebendig
Kunstwissenschaft
Kunsterhalterin

50 von ca. 470 Begriffen zu Kunst und Künste, eine Zufalls-Auswahl aus Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.

February 22, 2005

 

I was reading

I was reading the dictionary.
I thought it was a poem about everything.

-- Steven Wright

February 21, 2005

 

Still-Life-Performances

Johan Lorbeer ist Performance-Künstler. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Wahrnehmungsphänomenen und hat mit seinen Still-Life-Performances eine besondere Form von Performances entwickelt. Lorbeer inszeniert sich selbst in surreal verfremdeten Alltagssituationen: Während seiner etwa zwei Stunden dauernden Vorführungen nimmt er Positionen ein, die den Gesetzen der Schwerkraft zu widersprechen scheinen. (Das Foto zeigt die Arbeit Büro von 1999.)

February 19, 2005

 

You feel me?

»I need the 411.«
»Man, you better shut up or I’ll bust yo’ grill!«
»That was weaksauce.«
»Hey Mom, hook me up with some grain.«
»You feel me?«

Want to know more? Find out at Jonathan McKee's Website for Teen Lingo.

February 11, 2005

 

Zweifel im Palast

zweifel.jpg

Eine sehr schöne Installation auf dem ehemaligen Palast der Republik hat Lars Ramberg gemacht: Er setzte das Wort ZWEIFEL in riesigen Leuchtbuchstaben zentriert auf das Gebäude. Bis 8. Mai 2005 wird »der Schriftzug ... aus skulptural geformten Neon-Buchstaben« als Logo einer »virtuellen Institution« dort unter dem Titel Der Palast des Zweifels zu sehen sein. Leuchtend in der Abenddämmerung ist der Zweifel noch spannender als tagsüber weiss vor blauen Himmel stehend. Weitere Infos zum Palast bzw. zu anstehenden Aktivitäten finden sich übrigens auf der Webseite der Initiative Volkspalast.

February 09, 2005

 

Hörstückchen

Schon seit Herbst 2004 präsentiert das DeutschlandRadio Berlin immer wieder zwischendurch in seinem Programm ca. 15 bis 45 Sekunden dauernde Minihörspiele. Sechs mal täglich werden zwischen 9 und 17 Uhr drei »akustisch-reizvolle, witzig-absurde, hintersinnig-philosophische« Hörstückchen unter dem Titel Wurfsendung gesendet. »Die Wurfsendung experimentiert mit allen inhaltlichen und formalen Möglichkeiten, die das Genre Hörspiel hervorgebracht hat«, schrieb der Sender in einer Pressemitteilung. Über die Webseite wurfsendung.dradio.de können die meisten der bisher gesendeten Stücke abgespielt werden (der Zugang zum Archiv ist ein wenig umständlich).

February 07, 2005

 

Words to Wear

Words to Wear - T-Shirts by Adib Fricke, The Word Company

Für alle, die sich Arbeiten von Adib Fricke, The Word Company auf T-Shirts gewünscht haben, gibt es jetzt den neu eingerichteten Online-Shop Words to Wear™. Zunächst sind zwei Motive aus der Arbeit You Can Dump Me erhältlich. Die Wort-Motive sind wahlweise mit weissen Buchstaben auf farbige T-Shirts oder mit schwarzen Buchstaben auf weisse T-Shirts gedruckt und in verschiedenen Größen erhältlich. Das Druckverfahren ist Flexdruck, ein Foliendruckverfahren mit glatter, edler Oberfläche in robuster Druckqualität.

I can want you, I can hate you, I can miss you, I can love you, I can make you happy, whatever you like

I can be creative, I can be naughty, I can be nice, I can be beautiful, I can be whatever excites you

February 03, 2005

 

74 Minuten Beethoven

Eine schöne Anekdote über die Entstehungsgeschichte von CDs erzählt Janko Röttgers in seinem Buch Mix, Burn & R.I.P. –- Das Ende der Musikindustrie: Demnach entwickelte SONY 1977 ein Audio-System auf Basis einer Video-Disk, die mit 30 cm einen ähnlich großen Durchmesser wie eine Langspielplatte hatte. Damit ließen sich bereits damals ca. 13 Stunden Musik speichern und in einem Stück abspielen. Für den damaligen SONY-Vizepräsident Norio Ohga, der selbst in den 40er Jahren in Berlin Musik studiert hatte, »eine absurd lange Zeit«, die Plattenfirmen würden ihr bisheriges Geschäftsmodell nicht beibehalten können. Auch Philips entwickelte zu diesem Zeitpunkt einen digitalen Datenträger und stand vor der Frage, wie groß eine solche Speicherscheibe für Audio-Aufnahmen werden solle. Beide Unternehmen gingen eine Kooperation für die Weiterentwicklung von CDs ein und Norio Ohga setzte schließlich durch, dass »eine CD auf jeden Fall Beethovens Neunte Sinfonie in voller Länge fassen müsste. Also machte man sich auf die Suche nach der längsten Einspielung und wurde bei Wilhelm Furtwängler fündig. Dessen Aufnahme von 1951 dauerte ganze 74 Minuten, was einen Durchmesser von 12 Zentimetern voraussetzte.« Philips war davon nicht so ganz überzeugt, »eine 12 Zentimeter-CD ... würde in keine Anzugstasche passen.« SONY-Entwickler maßen daraufhin »Anzüge aus allen Teilen der Welt aus« -- für eine 12 Zentimetern große CD mit 74 Minuten Aufnahmezeit war überall Platz.

Das Buch aus dem Heise Verlag gibt es im Buchhandel zu kaufen oder im Rahmen einer Creative Commons Public-Lizenz als PDF-Download auf der Heise-Webseite.

February 02, 2005

 

Die wichtigsten Marken

Die zehn einflussreichsten Marken 2004 sind Apple, Google, Ikea, Starbucks, Al Jazeera, Mini, Coca-Cola, Virgin, eBay und Nokia -- dies berichtet brandchannel.com, das Onlineangebot von Interbrand. Nachdem Google.com zwei Jahre lang Platz 1 belegt hatte, ist Apple nun nach der Neu- und Weiterentwicklung seiner Fancy Gadgets dorthin wieder zurückgekehrt -- nicht ganz verwunderlich, kommen doch die meisten Juroren selbst aus der Medien- und Werbebranche, in der Apple eine starke Verbreitung hat.

Kaum zu glauben ist, dass Volkswagen im Jahr 2001 im internationalen Vergleich noch auf Platz zwei kam. Wenige Jahre nach dem Beginn dieser Markenbewertung ist der Automobilhersteller (genauso wie andere Marken auch) von der Top-Ten-Liste der Marken mit einem herausragenden Markenimage verschwunden. War der Fahrzeugbauer 2002 noch auf Platz 9, so war er 2003 bereits auf Platz 15 und ist nun im Ranking auf Platz 25 angelangt.

Vergleicht man einzelne Kulturräume, so gibt es ein paar Unterschiede, IKEA gewinnt in der Region Europa/Afrika, in Lateinamerika sind es Cemex und in Asien SONY, die es auf Platz 1 geschafft haben.

Um die Größenordnung der internationalen Markenmacht ein wenig zu veranschaulichen: Vom IKEA-Katalog beispielsweise werden jedes Jahr einhundertfünfundvierzig Millionen Exemplare gedruckt, die Möbelbroschüre ist die am meisten gelesene Werbedrucksache der Welt.

February 01, 2005