« February 2005 | main | April 2005 »

 

Hard to translate

The most untranslatable word in the world is Ilunga, a word in the Bantu language of Tshiluba, says Today Translations. The London-based translation agency asked »a thousand of its linguists across the world to nominate the words that they found hardest to translate« into the English language. Ilunga means »a person ready to forgive any abuse for the first time; to tolerate it a second time; but never a third time.«

Other words were: shlimazl - Yiddish for a chronically unlucky person, radioustukacz - Polish for a person who worked as a telegraphist for the resistance movements on the Soviet side of the Iron Curtain, naa - Japanese word used only in Kansai area of Japan, to emphasise statements or agree with someone, altahmam - Arabic for a kind of deep sadness, gezellig - Dutch for cosy, saudade - Portuguese for a certain type of longing, selathirupavar - Tamil for a certain type of truancy, pochernuchka - Russian for a person who asks lots of questions, klloshar - loser in Albanian.

March 31, 2005

 

Anschauliches Lernen

blog_verkehrersziehung.jpg

Um die Zahl der Unfälle zu verringern, werden in Tokio zerbeulte Autos gut sichtbar auf Podesten im Straßenbild präsentiert. Die potentielle Gefahr ist anschaulich, jeder versteht wie das eigene Auto aussehen kann, wenn's knallt.

March 30, 2005

 

Mein Bild hing im MoMA

blog_bansky.jpg

Die Aufmerksamkeit ist gewiss, die Schlagzeilen sind klar. »Man smuggles own art into MoMA« überschrieb Reuters einen Artikel, The New York Times brachte ein kleines Foto auf der Titelseite. Wenn einem ein Museum als Graffiti-Künstler keine Arbeiten abkauft und mit in die Sammlung aufnimmt, dann muss man als Künstler wohl die Arbeit selber ins Museum tragen und dort aufhängen. Der britische Street-Art-Artist Bansky, der sonst z.B. eine ballspielende Ratte auf eine Hauswand unter ein Schild mit Aufschrift »No Ball Games Allowed« sprühte, entwarf vier Bilder für vier Museen in New York und hängte sie dort auf: eine Tomatensuppendose für das Museum of Modern Art, ein mit einer Gasmaske übermaltes Frauenporträt für das Metropolitan Museum, ein mit Peace-Zeichen und Spraydose übermaltes Soldatenporträt für das Brooklin Museum und einen Käfer, der Miniaturbomben unter seinen Flügeln hat, für das Museum of Natural History. Beim MoMA soll es laut Reuters drei Tage gedauert haben, bis entdeckt wurde, dass ein Bild vorhanden ist, was nicht vorhanden zu sein hat.

Sich das Museum mit der eigenen Arbeit anzueignen und diese, ohne dass sie dazugehört, dort hin zu bringen, hat es auch schon zuvor gegeben. Doch Bansky hat es mit seinen platten Bildchen geschafft, medienwirksam und aufmerksamkeitsstark in die Öffentlichkeit zu treten. Auf seiner Webseite sind alle vier prominenten Institutionen und der »geballte Angriff« darauf als Orte aktueller Ausstellungsaktivitäten gelistet, ein rotes, versales REMOVED prangt über den Detailangaben. Mit Hilfe von Wooster Collective, einer Website für die globale Graffiti-Szene, gelangte das Projekt in die Öffentlichkeit. Dort wurden Fotos aus einem Minivideo bereitgestellt, die das Aufhängen im Museum zeigen und nur darauf warteten, durch die Presse entdeckt zu werden: »It's been a crazy 24 hours since we posted the Banksy photographs yesterday morning.«

March 25, 2005

 

Ein Paar Schuhe und nichts weiter

In einem Interview mit der Zeitung Die Welt (Ein Bild ist es nicht. Was ist es dann?, 2.2.05) sprach Georg Baselitz vom Schuhe malen:
»Von meinen Stalinbildern sind nur zwei, drei gut. Die anderen hab ich überstrichen. Nach meiner Theorie: Ein Ding über das andere malen. 1963 habe ich meine ersten Füße gemalt, und diese Füße kommen jetzt immer wieder vor. Inzwischen habe ich Füße mit Schuhen gemalt, mit schwarzen Schuhen. So genannten Halbschuhen. Schwarzen Herrenhalbschuhen. Inzwischen hängt mein ganzes Atelier voll mit diesen Halbschuhen. Ein bißchen idiotisch, aber so lange es geht, mach' ich das. Es ist nur blöd zu sehen, daß überall diese Halbschuhe herumhängen, manche mit Hosenbeinen. Gestern fiel mir nun ein, nachdem ich so 30 Halbschuhe gemalt habe: Mal doch mal nur - ein genialer Einfall! -, mal doch mal nur die Halbschuhe, ohne Hose. Nur die Halbschuhe. Und siehe da, es funktioniert. Es ist so doppelbödig, daß man davor steht und sagt: Ein Bild ist es nicht. Was ist es dann?«

Ob Baselitz zuvor bei Martin Heidegger in Der Ursprung des Kunstwerkes geblättert hat? Dort heisst es:
»Doch welcher Weg führt zum Zeughaften des Zeuges? Wie sollen wir erfahren, was das Zeug in Wahrheit ist? ... Wir wählen als Beispiel ein gewöhnliches Zeug: ein Paar Bauernschuhe. Zu deren Beschreibung bedarf es nicht einmal der Vorlage wirklicher Stücke dieser Art von Gebrauchszeug. Jedermann kennt sie. ... Für diese Nachhilfe genügt eine bildliche Darstellung. Wir wählen dazu ein bekanntes Gemälde von van Gogh, der solches Schuhzeug mehrmals gemalt hat. Aber was ist da viel zu sehen? Jedermann weiß, was zum Schuh gehört. ... Entsprechend der Dienlichkeit sind, ob zur Feldarbeit oder zum Tanz, sind Stoff und Form anders. ... Das Zeugsein des Zeuges besteht in seiner Dienlichkeit. Aber wie steht es mit dieser selbst? Fassen wir mit ihr schon das Zeughafte des Zeuges? Müssen wir nicht, damit das gelingt, das dienliche Zeug in seinem Dienst aufsuchen? Die Bäuerin auf dem Acker trägt die Schuhe. Hier erst sind sie, was sie sind. Sie sind dies um so echter, je weniger die Bäuerin bei der Arbeit an die Schuhe denkt oder sie gar anschaut oder auch nur spürt. ... Solange wir uns dagegen nur im allgemeinen ein Paar Schuhe vergegenwärtigen oder gar im Bilde die bloß dastehenden leeren, ungebrauchten Schuhe ansehen, werden wir nie erfahren, was das Zeugsein des Zeuges in Wahrheit ist. Nach dem Gemälde von van Gogh können wir nicht einmal feststellen, wo diese Schuhe stehen. Um dieses Paar Bauernschuhe herum ist nichts, wozu und wohin sie gehören könnten, nur ein unbestimmter Raum. Nicht einmal Erdklumpen von der Ackerscholle oder vom Feldweg kleben daran, was doch wenigstens auf ihre Verwendung hinweisen könnte. Ein Paar Bauernschuhe und nichts weiter. Und dennoch.«

March 16, 2005

 

Englisches Alphabet mit 44 Buchstaben

new_alphabet.gif

now johnny can read

»Im Englischen stehen ... 40 unterscheidbare Laute den 24 Buchstaben des Alphabets hilflos gegenüber. George Bernhard Shaw meinte, »fish« kann man auch so schreiben: »ghoti«! Mit f wie in tough, mit i wie in women, mit sh wie in nation. Der Laut »i« wird sehr abweichend buchstabiert: I, height, eye, child, file, lie, sign, high, island, guide, buy, by, dye, style. Andere Laute haben ähnlich viele Schreibweisen.

1960 wurde mit einem um 20 neue Figuren zu den 24 bestehenden ein auf 44 Zeichen erweitertes Alphabet (Inititial Teaching Alphabet) von Sir James Pitman in die Erprobung gegeben. Wie viele einleuchtende Vorschläge zu den Unzulänglichkeiten von Schrift und Sprache hat diese Initiative ... den Schulversuch nicht überlebt und die Probleme weitergereicht.«

aus: Kurt Weidemann, Wo der Buchstabe das Wort führt (Ansichten über Schrift und Typographie)

March 15, 2005

 

Der ewige Berg

Ein kleines Buch aus dem Insel-Verlag (1956) mit Holzschnitten von Hokusai, Fujijama, der ewige Berg Japans, zitiert den japanischen Künstler, der sich selbst bis zum Ende seines Lebens als unvollkommen gesehen hat:

»Als Fünfjähriger hatte ich bereits die Neigung, die Dinge in ihrer Gestalt zu zeichnen. Seit einem halben Jahrhundert veröffentlichte ich viele Bilder, die jedoch bis zu meinem siebzigsten Lebensjahr nicht sehr bedeutend waren. Im Alter von dreiundsiebzig Jahren habe ich den Bau der Vögel, Tiere, Insekten und Bäume erkennen gelernt. Deshalb wird sich meine Kunst bis zum achtzigsten Lebensjahr ständig entwickeln, und mit neunzig Jahren werde ich in das Wesen der Kunst eindringen können. Mit hundert Jahren werden meine Bilder dem Gotteswunder gleichen. Mit hundertzehn Jahren wird jeder Punkt und jeder Strich das Leben selbst bedeuten. Die lange lebenden Herren mögen sich überzeugen, dass meine Worte keine Phrasen sein werden.«

Katsushika Hokusai starb 1849 im Alter von neunzig Jahren. Auf dem Sterbebett soll er gesagt haben: »Hätte der Himmel mir weitere fünf Jahre geschenkt, wäre ich ein großer Maler geworden.« Hokusai, der ca. fünfundzwanzig verschiedene Künstlernamen benutzt haben soll, gilt als Begründer der Manga, den japanischen Comics. Eine Anekdote aus dem genannten Buch lässt ihn als sehr modernen Künstler erscheinen:

»Eines Tages wurde [Hokusai] vom Shogun, dem stellvertretenden Machthaber des Kaisers, aufgefordert, vor seinen Augen ein Bild zu malen. Als er den großen Saal des Shoguns betrat, der voll von Fürsten und Hofherren war, ließ er einen großen Papierballen kommen, den er auf dem Boden ausbreitete. Dann nahm er eine Bürste mit blauem Farbstoff in die Hand und zog einen breiten Strich auf dem Papier. Nun holte er einen Hahn, dessen Füße in rote Farbe getaucht waren und jagte ihn über den blauen Streifen. Und Hokusai sagte zum Shogun: 'Das ist ein Bild vom Tatsuta-Fluss mit Herbstlaub, Euer Hoheit ...'«

March 14, 2005

 

Neulich in Hamburg

Lecker Baguette solange wie geht!

Lecker Baguette solange wie geht!

March 05, 2005